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Der blinde Passagier eines Lebens

Das 20. Jahrhundert begann nicht einen einzigen Tag vor dem 28. Juli 1914 – dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Es wurde eindeutig durch die politischen Entwicklungen in Russland und die Russische Revolution vorgezeichnet und geprägt.
Durch die Erzählung eines ehemaligen Bauern, der schließlich zum Vertrauten von Fürst Stroganow – einem engen Freund und Berater des letzten Zaren – wurde, wird der Weg der russischen Geschichte hin zum Großen Krieg und zur Revolution geschildert.
Dies ist die Lebensgeschichte eines Mannes, der durch seinen persönlichen Weg, seine Höhen und Tiefen, seine ständige Auseinandersetzung mit den Widersprüchen und Zerrissenheiten eines abenteuerlichen Lebens nach dem wahren Ausdruck und dem authentischen Wesen der Existenz sucht.

Bei der Darstellung der Ereignisse auf dem Weg der russischen Gesellschaft zur Abschaffung des zaristischen Regimes und zur symbolträchtigen Revolution tritt die unausweichliche Trägheit der „Eliten“ zutage – eine Trägheit, die vor allem aus Arroganz und dem Glauben an die Unveränderlichkeit und Unantastbarkeit ihrer Privilegien und ihrer Macht resultiert.
Das Buch ist eine Erinnerung an die größte Täuschung, die Gesellschaften und ihre Führungen heimsucht: der Glaube an eine unerschütterliche Stabilität, an eine ewige Wahrheit ihrer Realität – Wahrheiten, deren Glanz mit der Zeit verblasst, bis sie in den Trümmern von Enttäuschung und Auflösung untergehen, hinweggefegt von einer fatalen und erschütternden Umwälzung.

Dieser historische Roman will an die Wandelbarkeit und Unsicherheit der menschlichen Existenz erinnern, an das unerbittliche Gesicht des Schicksals – und er erkennt in unserer Gegenwart Anzeichen einer kommenden Auflösung der überreizten Gewissheiten eines leidvollen „Jetzt“.

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Vassilis X. Spiliotopoulos
vspilioto@yahoo.com